KONRAD KUJAU – SIGNIERTE VISITENKARTE „GALERIE DER FÄLSCHUNGEN“ STUTTGART
KONRAD KUJAU – SIGNIERTE VISITENKARTE „GALERIE DER FÄLSCHUNGEN“ STUTTGART
Ein kleines Stück Papier mit einer geradezu unglaublichen deutschen Geschichte: Diese Visitenkarte stammt von Konrad Kujau – jenem Mann, dessen Name seit 1983 untrennbar mit einem der spektakulärsten Medienskandale der Bundesrepublik verbunden ist.
Auf der Vorderseite steht „Konrad Kujau – Galerie der Fälschungen“ mit der damaligen Stuttgarter Anschrift Schreiberstraße 22. Auf der Rückseite befindet sich die originale handschriftliche Signatur von Konrad Kujau.
Und gerade die Aufschrift „Galerie der Fälschungen“ macht diese Karte zu einem herrlich passenden Zeitdokument.
Denn Kujau wurde weltberühmt als der Mann hinter den sogenannten „Hitler-Tagebüchern“. Über Jahre fertigte er vermeintliche persönliche Tagebücher Adolf Hitlers an. Der Stern glaubte schließlich an die historische Sensation und erwarb die angeblichen Dokumente für Millionenbeträge.
1983 platzte die Bombe.
Der Stern präsentierte die Tagebücher mit enormem medialem Aufwand der Weltöffentlichkeit. Doch bereits kurz darauf ergaben Untersuchungen, dass Papier, Tinte und weitere Materialien nicht aus der Zeit des Nationalsozialismus stammen konnten. Die angeblichen Tagebücher Hitlers waren Fälschungen – und Deutschland hatte einen der größten Presseskandale seiner Geschichte.
Im Zentrum stand Konrad Kujau.
Die Geschichte war derart spektakulär, dass sie später selbst zum Stoff für Film und Fernsehen wurde. Besonders bekannt wurde die Satire „Schtonk!“, die den Skandal um die gefälschten Hitler-Tagebücher aufgriff und Anfang der 1990er Jahre sogar international große Aufmerksamkeit erhielt.
Nach seiner Verurteilung und Haft machte Kujau ausgerechnet das zu seinem Markenzeichen, was ihn berühmt gemacht hatte: das Fälschen. Allerdings nun offen deklariert. Er fertigte Bilder im Stil berühmter Künstler an und betrieb in Stuttgart seine „Galerie der Fälschungen“.
Genau aus diesem Umfeld stammt die vorliegende Visitenkarte.
Das macht sie sammlerisch besonders reizvoll: Hier unterschreibt einer der berühmtesten Fälscher der deutschen Nachkriegsgeschichte ausgerechnet auf der Visitenkarte seiner eigenen „Galerie der Fälschungen“.
Eine bessere Pointe hätte man sich kaum ausdenken können.
Kujau starb im Jahr 2000. Sein Name aber blieb Bestandteil deutscher Medien- und Zeitgeschichte. Der Skandal um die Hitler-Tagebücher gilt bis heute als Lehrstück darüber, wie Sensationslust, enorme Geldsummen und der Wunsch nach einer historischen Weltsensation selbst große Medienhäuser täuschen können.
DETAILS
• Konrad Kujau
• originale handschriftliche Signatur / Originalautogramm
• originale Visitenkarte „Galerie der Fälschungen“
• Stuttgart, Schreiberstraße 22
• beidseitig bedruckt bzw. beschrieben
• Verbindung zum berühmten Fälscher der sogenannten Hitler-Tagebücher
• außergewöhnliches Dokument deutscher Medien- und Zeitgeschichte
• Zustand und Ausführung siehe Bilder
Eine kleine Visitenkarte mit einer riesigen Geschichte – und wohl kaum ein anderes Stück Papier könnte Konrad Kujaus außergewöhnliche Biografie treffender zusammenfassen als eine von ihm selbst signierte Karte seiner „Galerie der Fälschungen“.
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