KARL KARDINAL LEHMANN ORIGINALAUTOGRAMM – BISCHOF VON MAINZ
KARL KARDINAL LEHMANN ORIGINALAUTOGRAMM – BISCHOF VON MAINZ
Originale Porträtkarte von Karl Kardinal Lehmann mit eigenhändiger Signatur auf der Vorderseite. Die Karte bezeichnet ihn rückseitig als „Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz“.
Karl Lehmann war über Jahrzehnte eine der bekanntesten Stimmen des deutschen Katholizismus. Geboren 1936 in Sigmaringen, führte sein Weg zunächst tief in die Wissenschaft: Er studierte Philosophie und Theologie, promovierte in beiden Fächern und arbeitete als Assistent des bedeutenden Theologen Karl Rahner. Später lehrte Lehmann selbst als Professor für Dogmatik.
1983 wurde er zum Bischof von Mainz ernannt. Damit begann eine außergewöhnlich lange Amtszeit: Mehr als drei Jahrzehnte stand Lehmann an der Spitze des traditionsreichen Bistums Mainz.
Überregional bekannt wurde er vor allem als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Dieses Amt übte er von 1987 bis 2008 aus – mehr als 20 Jahre. Damit wurde sein Gesicht für viele Menschen geradezu zum Gesicht der katholischen Kirche in Deutschland.
Lehmann galt als Mann des Gesprächs und der intellektuellen Auseinandersetzung. In einer Zeit großer gesellschaftlicher Veränderungen beschäftigte er sich mit Fragen, die weit über den Kirchenraum hinausgingen: deutsche Wiedervereinigung, Bioethik, gesellschaftlicher Wertewandel, Ökumene und das Verhältnis der katholischen Kirche zur modernen Gesellschaft.
Eine besondere Station seiner Laufbahn folgte 2001: Papst Johannes Paul II. erhob den Mainzer Bischof zum Kardinal. Lehmann blieb dennoch vor allem mit Mainz verbunden – Kardinal der Weltkirche und zugleich weiterhin Bischof seiner deutschen Diözese.
Kirchengeschichtlich besonders interessant wurde das Jahr 2005. Nach dem Tod Johannes Pauls II. reiste Lehmann als Kardinal nach Rom und nahm am Konklave teil. Er gehörte damit zu den Kardinälen, die Joseph Ratzinger zum Papst wählten – Benedikt XVI.
2016 nahm Papst Franziskus Lehmanns altersbedingten Rücktritt als Bischof von Mainz an. Damit endete nach rund 33 Jahren eine der längsten und prägendsten deutschen Bischofsamtszeiten der jüngeren Geschichte.
Karl Kardinal Lehmann starb am 11. März 2018 in Mainz. Sein Name bleibt eng mit einer Epoche verbunden, in der sich die katholische Kirche in Deutschland zwischen Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus tiefgreifend veränderte.
DETAILS
• Karl Kardinal Lehmann
• Originalautogramm
• eigenhändige Signatur auf der Vorderseite
• originale Porträtkarte
• Bischof von Mainz 1983–2016
• Kardinal der römisch-katholischen Kirche
• 2001 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal erhoben
• Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz 1987–2008
• Teilnehmer am Konklave 2005
• Zeitzeuge der Wahl Joseph Ratzingers zu Papst Benedikt XVI.
• bedeutender deutscher Theologe
• kirchen- und zeitgeschichtliches Sammlerstück
• rückseitige Herstellerangabe „Foto: Das Atelier, Mainz“
• altersgemäßer Zustand, siehe Bilder
Vom jungen Theologen an der Seite Karl Rahners bis zum Kardinal im Konklave von 2005: Diese signierte Porträtkarte erinnert an einen Kirchenmann, der über Jahrzehnte mitten in den großen Debatten des deutschen Katholizismus stand.
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