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GEORG KARDINAL STERZINSKY ORIGINALAUTOGRAMM – ERZBISCHOF VON BERLIN

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GEORG KARDINAL STERZINSKY ORIGINALAUTOGRAMM – ERZBISCHOF VON BERLIN


Originale handschriftliche Signatur von Georg Kardinal Sterzinsky auf einer Porträtkarte aus seiner Zeit als Erzbischof von Berlin.


Die Vorderseite zeigt Sterzinsky im erzbischöflichen Ornat mit rotem Scheitelkäppchen und Brustkreuz. Unterhalb des Porträts befindet sich seine originale handschriftliche Signatur. Die gedruckte Bezeichnung „Erzbischof von Berlin“ macht die Karte zu einem unmittelbar seiner Amtszeit zuzuordnenden kirchengeschichtlichen Sammlerstück.


GESCHICHTE & ANEKDOTEN


Georg Sterzinsky wurde am 9. Februar 1936 im ostpreußischen Warlack geboren. Bereits seine Kindheit war von den gewaltigen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts geprägt: Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs musste seine Familie Ostpreußen verlassen. Sterzinsky gehörte damit zu jener Generation deutscher Geistlicher, deren Lebensweg unmittelbar von Krieg, Flucht und dem Verlust der Heimat bestimmt wurde.


Nach dem Krieg wuchs er in Thüringen auf – und damit in jenem Teil Deutschlands, aus dem später die DDR hervorging. Seine kirchliche Laufbahn entwickelte sich folglich nicht im katholisch geprägten Bayern oder Rheinland, sondern unter den besonderen politischen Bedingungen des sozialistischen ostdeutschen Staates.


1960 wurde Sterzinsky zum Priester geweiht. In der DDR bedeutete kirchliches Wirken immer auch, sich in einem Staat zu behaupten, dessen Verhältnis zu den Kirchen von Distanz, Kontrolle und ideologischen Gegensätzen geprägt war.


1989 kam der entscheidende Schritt: Papst Johannes Paul II. ernannte Georg Sterzinsky zum Bischof von Berlin.


Der Zeitpunkt hätte historisch kaum außergewöhnlicher sein können.


Sterzinsky übernahm das Berliner Bischofsamt im September 1989 – nur wenige Wochen vor dem Fall der Berliner Mauer am 9. November. Damit begann seine Amtszeit in einer Stadt, die noch geteilt war und zum weltweiten Symbol des Kalten Krieges geworden war.


Nur kurze Zeit später veränderte sich alles.


Die Mauer fiel, die innerdeutsche Grenze öffnete sich und am 3. Oktober 1990 wurde Deutschland wiedervereinigt. Sterzinsky wurde damit innerhalb seines ersten Amtsjahres vom Bischof einer geteilten Stadt zum Kirchenmann im wiedervereinigten Berlin.


Gerade das macht seine Biografie außergewöhnlich: Als Kind selbst von Flucht und Vertreibung betroffen, als Priester jahrzehntelang in der DDR tätig und schließlich Bischof von Berlin genau in jenem historischen Moment, in dem die deutsche Teilung zusammenbrach.


Papst Johannes Paul II. erhob Sterzinsky 1991 zum Kardinal. Damit gehörte der Berliner Bischof fortan zum Kardinalskollegium und damit zum engsten Kreis der katholischen Weltkirche.


1994 wurde das Bistum Berlin zum Erzbistum erhoben. Aus Bischof Georg Sterzinsky wurde der erste Erzbischof von Berlin. Seine Amtszeit fiel damit mitten in die Jahre, in denen Berlin nach der Wiedervereinigung seine neue Rolle als deutsche Hauptstadt entwickelte.


Auch ein weiteres Kapitel großer Kirchengeschichte erlebte Sterzinsky aus nächster Nähe: Nach dem Tod Johannes Pauls II. nahm er 2005 am Konklave im Vatikan teil. Dort gehörte er zu den Kardinälen, die einen neuen Papst bestimmten.


Aus diesem Konklave ging mit Joseph Ratzinger als Benedikt XVI. erstmals seit Jahrhunderten wieder ein Deutscher als Papst hervor.


Sterzinskys Lebensweg verbindet dadurch gleich mehrere zentrale Kapitel deutscher und europäischer Geschichte: Ostpreußen und Vertreibung, die DDR, den Kalten Krieg, das geteilte Berlin, den Mauerfall, die deutsche Wiedervereinigung sowie die Pontifikate Johannes Pauls II. und Benedikts XVI.


Bis 2011 stand Sterzinsky an der Spitze des Erzbistums Berlin. Nur wenige Wochen nach der Annahme seines Rücktritts starb er am 30. Juni 2011 in Berlin.


DETAILS

• Georg Kardinal Sterzinsky

• Originalautogramm

• originale handschriftliche Signatur

• Porträtkarte

• Darstellung im erzbischöflichen Ornat

• gedruckte Bezeichnung „Erzbischof von Berlin“

• Bischof von Berlin ab 1989

• erster Erzbischof von Berlin ab 1994

• 1991 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal erhoben

• Amtsantritt wenige Wochen vor dem Fall der Berliner Mauer

• Zeitzeuge von Mauerfall und deutscher Wiedervereinigung

• kirchliches Wirken in der DDR

• Teilnehmer am Konklave 2005

• Bezug zur Wahl Joseph Ratzingers zu Papst Benedikt XVI.

• bedeutendes Dokument deutscher Kirchen- und Zeitgeschichte

• altersgemäßer Zustand, siehe Bilder


Ein Autogramm mit außergewöhnlichem historischen Hintergrund: Georg Kardinal Sterzinsky übernahm das Berliner Bischofsamt noch im geteilten Deutschland, erlebte wenige Wochen später den Fall der Mauer und wurde schließlich erster Erzbischof der wiedervereinigten deutschen Hauptstadt – ein Stück Kirchen-, DDR- und deutscher Zeitgeschichte auf einer einzigen Karte.


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