DR. ROBERT ZOLLITSCH ORIGINALAUTOGRAMM – ERZBISCHOF VON FREIBURG
DR. ROBERT ZOLLITSCH ORIGINALAUTOGRAMM – ERZBISCHOF VON FREIBURG
Originale handschriftliche Signatur von Dr. Robert Zollitsch auf einer Porträtkarte aus seiner Zeit als Erzbischof von Freiburg.
Die Vorderseite zeigt Zollitsch im erzbischöflichen Ornat mit rotem Scheitelkäppchen und Brustkreuz. Auf der Rückseite befindet sich über der gedruckten Bezeichnung „Dr. Robert Zollitsch – Erzbischof von Freiburg“ seine originale handschriftliche Signatur in blauer Tinte.
GESCHICHTE & ANEKDOTEN
Robert Zollitsch wurde am 9. August 1938 in Filipovo im damaligen Königreich Jugoslawien geboren. Seine persönliche Lebensgeschichte reicht damit weit über eine gewöhnliche kirchliche Karriere hinaus und führt unmittelbar in eines der dunkelsten Kapitel europäischer Geschichte.
Zollitsch entstammte einer donauschwäbischen Familie. Seine Kindheit wurde vom Zweiten Weltkrieg und dessen Folgen überschattet. Noch als Kind erlebte er Gewalt, Vertreibung und Internierung. Sein älterer Bruder wurde 1945 von jugoslawischen Partisanen getötet. Die Familie gelangte schließlich nach Deutschland und fand in Baden-Württemberg eine neue Heimat.
Aus diesem Jungen, dessen Kindheit von Krieg und Heimatverlust geprägt worden war, wurde Jahrzehnte später einer der wichtigsten Vertreter der katholischen Kirche in Deutschland.
1965 empfing Robert Zollitsch die Priesterweihe. Danach folgte eine lange Laufbahn innerhalb des Erzbistums Freiburg, in der er unter anderem als Personalreferent und Domkapitular tätig war.
Der entscheidende Schritt kam 2003: Papst Johannes Paul II. ernannte Zollitsch zum Erzbischof von Freiburg. Am 20. Juli 2003 empfing er die Bischofsweihe und übernahm die Leitung eines der größten katholischen Erzbistümer Deutschlands.
Doch Freiburg sollte nicht der Höhepunkt seiner öffentlichen Bedeutung bleiben.
2008 wählten die deutschen katholischen Bischöfe Robert Zollitsch zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Damit wurde er für sechs Jahre zu einem der wichtigsten Sprecher des deutschen Katholizismus und zu einem zentralen Ansprechpartner für Politik, Gesellschaft und Vatikan.
Seine Amtszeit fiel in eine außergewöhnlich bewegte Epoche der katholischen Kirche. Zollitsch erlebte als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz das Pontifikat Benedikts XVI., dessen Deutschlandbesuch 2011 und schließlich dessen historischen Amtsverzicht im Februar 2013.
Der Rücktritt Benedikts XVI. war eine kirchengeschichtliche Sensation: Seit Jahrhunderten hatte kein Papst mehr freiwillig sein Amt niedergelegt. Wenige Wochen später reiste Zollitsch gemeinsam mit den übrigen Kardinälen und Bischöfen in eine völlig veränderte katholische Welt – im März 2013 wurde der Argentinier Jorge Mario Bergoglio als Papst Franziskus zum neuen Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt.
Damit stand Zollitsch während seiner Zeit an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz gewissermaßen zwischen zwei Pontifikaten: dem deutschen Papst Benedikt XVI. und dem Beginn der Ära Franziskus.
Auch mit Papst Benedikt XVI. verbindet sich eine besondere deutsche Geschichte. Als Joseph Ratzinger 2005 zum Papst gewählt wurde, stand erstmals seit fast 500 Jahren wieder ein Deutscher an der Spitze der katholischen Kirche. Zollitsch wurde wenige Jahre später Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und gehörte damit während eines großen Teils dieses Pontifikats zu den wichtigsten Repräsentanten der katholischen Kirche in Deutschland.
Als Erzbischof von Freiburg war Zollitsch zugleich Hausherr eines Erzbistums mit enormer historischer Bedeutung. Das Freiburger Münster, dessen berühmter Turm bereits im Mittelalter entstand, gehört zu den Wahrzeichen der Stadt und steht für Jahrhunderte südwestdeutscher Kirchen- und Kulturgeschichte.
2013 nahm Papst Franziskus Zollitschs altersbedingten Rücktritt als Erzbischof von Freiburg an. Bis zur Amtseinführung seines Nachfolgers Stephan Burger im Jahr 2014 führte er das Erzbistum noch als Apostolischer Administrator weiter.
Sein Lebensweg spannt damit einen außergewöhnlichen historischen Bogen: von einer donauschwäbischen Kindheit im vom Krieg erschütterten Südosteuropa über Vertreibung und Neubeginn in Deutschland bis an die Spitze eines der größten deutschen Erzbistümer und schließlich zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz.
DETAILS
• Dr. Robert Zollitsch
• Originalautogramm
• originale handschriftliche Signatur
• mit blauer Tinte signiert
• Porträtkarte
• rückseitig gedruckte Bezeichnung „Dr. Robert Zollitsch – Erzbischof von Freiburg“
• Erzbischof von Freiburg von 2003 bis 2013
• Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz von 2008 bis 2014
• Ernennung zum Erzbischof durch Papst Johannes Paul II.
• kirchengeschichtlicher Bezug zu Papst Benedikt XVI.
• Amtszeit während des historischen Papstrücktritts 2013
• kirchengeschichtlicher Bezug zu Papst Franziskus
• donauschwäbische Herkunft
• Biografie geprägt durch Zweiten Weltkrieg, Vertreibung und Neubeginn
• deutscher römisch-katholischer Geistlicher
• kirchengeschichtliches Zeitdokument
• altersgemäßer Zustand, siehe Bilder
Von der dramatischen Kindheit im vom Krieg gezeichneten Südosteuropa bis an die Spitze der Deutschen Bischofskonferenz: ein Originalautogramm, hinter dem ein außergewöhnliches Stück deutscher und katholischer Zeitgeschichte steht.
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